Bergpass und Eisschollen

Bergpass und Eisschollen

In der Schweiz gibt es einige Bergpässe die immwer wieder gut sind für einen Ausflug. Vor allem die Motorradfahrer fibern den Eröffnungen der Pässe nach der Wintersperre entgegen. Diesmal haben auch wir, Patricia Schwarzenbach und Markus Inglin, darauf gewartet. Wir richteten unsere Aufmerksammkeit auf den Oberalppass. Zwar war der Pass schon länger wieder geöffnet aber der dazugehörige See, Oberalpsee, war noch lange total zugefrohren.Die Idee war es unter den Eisschollen zu tauchen und hoffentlich Eis- beziehungsweise gepresster Schneeformationen zu finden welche an einen Eisberg erinnern. Solche Fotos kennt man schon aus anderen Bergseen in der Schweiz. Leider sind diese Seen zu dem Zeitpunkt wo die Formationen noch schön sind, sehr schwer zu erreichen. Daher hatte Patricia die Idee mal den Oberalpsee nach solchen Formationen zu erkunden. Erstens liegt der sehe auf 2027 Meter über Meer. Im Norden und Süden sind steile Berghänge wo im Winter und im Frühling immer wieder Lawinen und Schnee in den See rutschen. Also eigentlich die besten Voraussetzungen.

Am Sonntag 12. Juni 2016 war es soweit. Das Eis war aufgebrochen und es trieben Eisschollen auf dem See. Dies teilte mir Patricia kurz per WhatsApp mit. Kurz entschlossen machten wir uns auf den Weg Richtung Andermatt und von dort hinauf auf den Oberalppass. Leider war das Wetter nicht so gut. Es war bewölkt und die Sonne drückte nur leicht durch. Doch zwischen durch regnete es auch ganz leicht. Aber das hielt uns nicht ab unsere Erkundung durchzuführen. Zu erst suchten wir uns eine Stelle wo wir gut ins Wasser konnten, da es zum Teil noch Eisschollen am Ufer hatte. Wir fanden dann ein guten Platz. Also nichts wie los und Ausrüstung zusammenstellen, umziehen und ab ins Wasser.

Oberalppass 2046 m.ü.M

Das Wasser war erstaunlich klar. Doch der grösste Teil der Eisschollen waren halt „nur“ Eisschollen die im Wasser trieben. So setzten wir Kurs Richtung süden wo man sah, dass Schnee in den See gerutscht ist. So tauchten wir 200 Meter quer über den See ans andere Ufer. Und dort fanden wir einige sehr schone und interessante Eisformationen.

Der Tauchgang dauerte mehr als eine Stunde. Trotze der 3 ° Celsius die das Wasser hatte, erkundeten wir die Spalten und Formationen im Eis und genossen diese vergängliche Schönheit. Es war ein tolles Taucherlebins mit eigentlich wenig aufwand. So macht es doch spass!

ACHTUNG: Ich möchte schon erwähnen, dass solche Tauchgänge nicht ohne Vorbereitung, richtige Ausrüstung und Erfahrung mit Eistauchen durchgeführt werden sollten. Bei diesen Temperaturen muss immer mit einer Vereisung der Automaten gerechnet werden. Daher sollte der Tauchgang mit viel Luftreserven (mindestens 2/3 des Anfangsdruckes in der Flasche) geplant werden. Vor unbedachtem Nachahmen wird abgeraten.

Posted on: 15. Juni 2016Markus Inglin